Thomas Anschütz und Helmut Metzner, 27. April bis 5. Juni 2010

Thomas Anschütz
Fotografie
Helmut Metzner 
Malerei auf Papier, Collagen
Führungen durch die Ausstellung am 13.05. und 20.05. ab 18 Ihr mit Apéro
Finissage  am Samstag, 5. Juni, 12 – 16 Uhr
 
Einladungsbild zur Ausstellungseröffnung, gestaltet am Computer von beiden Künstlern.
 
Pressemitteilung zur Ausstellung von Helmut Metzner  und Thomas Anschütz

Helmut Metzner, 1946 in Sigmaringen geboren, lebt er seit seinem 15. Lebensjahr in Berlin. 1971-1976 studierte er an der Hochschule der bildenden Künste in Berlin, er ist Meisterschüler von Prof. Kauf­mann. 1977 konnte Metzner ein einjähriges Stipendiat in New York verbringen.
Seine Werke wurden bereits in einer grossen Anzahl von Einzel- und Gruppenausstellungen in Berlin, Genf, Hamburg, Köln, Konstanz, München und Stockholm gezeigt. 2007 erhielt Metzner den Auftrag für ein Wandbild in der durch einen Brand zerstörten und wieder aufgebauten  Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar. Letztes Jahr stellte er im Galerieverein Leonberg bei Stuttgart aus.
Zum vierten  Mal stellt die Galerie den „malenden Zeichner“  Helmut Metzner aus. Er malt bevorzugt mit Öl und Acryl auf festem Papier. In die Farbe „kratzt“ er Linien, hin und wieder deuten diese Linien Ge­gen­stände an , wenn auch versteckt. In die Fläche einge­schrie­bene Wörter lassen Assoziationen zu. Er zeigt in diesen Papierarbeiten seine Freude am Spiel der Linien. Die Papiere werden mit Leinöl behandelt und danach mit mehreren Farb­schichten übermalt. Auf dem so gewonnenen offenen Grund werden zeichnerische Elemen­te aufgetragen, es entstehen schemenhafte Figuren. Kreis­strukturen und geometrische Ein­schübe scheinen zu balancieren. Scheinbar organische Linien­führungen bilden sich, Netz- und Wurzelgeflechten ähnlich, die ein Verknüpfungsziel suchen. Der mehrschichtige Bildauf­bau wird häufiger durch Einritzungen verletzt, und verborgene Schichten tre­ten ans Licht. Diese Kunstwelt aus abstrakten Symbolen und farbig, materiell Geschichtetem wird in neues­ten Arbeiten noch erweitert durch collagierend ben-utztes Bild- und Fotomaterial, wie auch durch das Einfügen von Buchstaben und Wortfragmenten. So ergibt sich eine offen inter­pretierbare Inhaltlichkeit, auf die der Betrachter mit eigenen Fragen und Deutungen reagieren kann.  

Thomas Anschütz, geboren 1954 in Sinn (Hessen), studierte von 1975-81 an der Akademie in Kassel und der Hochschule für Bildende Kunst in Hamburg, von 1981-1991 lebte er in New York, seit 1993 lebt er in Strausberg bei Berlin und in Berlin. Seit 2007 ist er Dozent an der Neuen Schule für Fotografie in Berlin.
Anschütz hat in verschiedenen europäischen Städten ausgestellt, u.a. London, Gent, Antwerpen, Oslo, zweimal in der Bibliotheque Nationale Paris, in Singapur (Goethe-Institut) „German art photo­graphy since 1945“, in den USA in der „Heiting Collection“ im Museum of Fine Arts Houston, in Deutsch­land in Berlin, Braunschweig, Münster und Baden-Baden. Seine Werke befinden sich in verschie­de­nen Sammlungen, u.a.: Polaroid Collection, Amsterdam; Bibliotheque Nationale, Paris; Siemens Collection, NYC; Schup­mann Collection, The Museum of Fine Arts, Houston.
Thomas Anschütz stellt zum zweiten Mal in der Galerie Grashey aus. Seine am Rechner kom­po­nierten Fotografien verweigern die Zuordnung klassischer Genres, sind aber an die Verwen­dung von Apparaten gebunden und damit an fotografische Techniken. Die Bilder entstehen aus foto­grafischen Vorlagen, teils basieren sie auf Archivfotos, aus eigenen Auf­nahmen, Internet, Scans etc. Ein fertiges Bild enthält immer mehrere, übereinander­gelagerte Schich­ten, die durch intensive Bear­beitung am Rechner zu einem neuen Bild verschmelzen. Die Multiplikation von Struktur, Gegen­stand und Raum erzeugt in ihrer Verdichtung einen neuen Zusammenhang der einzelnen Bildele­mente. In der Serie von kleinformatigen Foto­grafien entdeckt Anschütz in den unscheinbaren, ja sogar banalen Dingen  für ihn interessante Foto­motive. Nicht der Gegenstand selbst interessiert den Fotografen, sondern seine Struktur, Ober­flächenreize, Lichteinfall, Transparenz. Dem Betrachter wird in der Nahsicht eine geheimnis­volle Welt vor Augen geführt, die normalerweise unentdeckt bleibt.
 
     
Thomas Anschütz, aus der Serie "kurzer Prozess"
 
       
Thomas Anschütz, aus der Serie "Landschaft"
 
   
Thomas Anschütz, aus der serie "Marseille"
 
Helmut Metzner
Touch, 2009,
Mischtechnik-Collage auf Papier,
21,5 x 15 cm
 
Helmut Metzner
o.T., 2009,
Mischtechnik-Collage auf Papier,
18 x 14 cm
 
Helmut Metzner
Fargo, 2008,
Mischtechnik auf Papier, 12 x 17 cm
 
Helmut Metzner
Da Silver, 2005, 214 x 125 cm
 
Helmut Metzner
o.T. 2006, 214 x 124 cm

Ulrike Hogrebe, 9. Februar bis 10. April 2010

 
Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 09. Februar 2010 von 19 - 21 Uhr

Führungen durch die Ausstellung mit Apéro: 18.03. und 25.03. um 18 Uhr.

Finissage, Samstag, 10. April 2010, 12 - 16 Uhr.

Öffnungszeiten:

Mittwoch und Donnerstag 15 - 18.30 Uhr
und nach Vereinbarung
(Fasnachtsferien: 11. - 16. Februar 2010)
 
Die Erfindung, 2009, Öl auf Leinwand, 130 x 150 cm
 
Die Jagd, 2008, Öl auf Leinwand, 130 x 150 cm
 
Gefäss und Umfeld, 2008, Öl auf Leinwand, 130 x 150 cm

Jan Peter Thorbecke

neue Bilder – Ausstellung vom 24. November 2009 bis 23. Januar 2010
 
Jan Thorbecke, 1942 in Leipzig geboren, lebt seit 1944 am Bodensee. Nach dem Abitur verbrachte er fünf Jahre als Verlagsbuchhändler in süddeutschen Verlagen.
Anschließend studierte er freie Malerei an der Kunstakademie Stuttgart und an der Kunsthochschule Hamburg, daneben Kunstpädagogik und Geschichte an der Universität Hamburg.
Wichtige künstlerische Lehrer waren für ihn der „ magische Realist“ Rudolf Hausner, der „ Informelle“ KRH Sonderborg, der „ Konkrete“ Max Bill und der Kunsttheoretiker Bazon Brock.
1973 – 1993 arbeitet Thorbecke als freier Maler, Lehrer für Kunst und Geschichte und Museumspädagoge in Darmstadt am Hessischen Landesmuseum. 1993 bis 2003 lebt er als freier Maler und Graphiker in Brüssel. Seitdem wieder in Darmstadt und Konstanz.

Ausstellungen (Auswahl):
1988 Kunstverein Konstanz; 1990 Kunsthalle, Darmstadt; 1993 Landesmuseum Mainz; 1996 Hessisches Landesmuseum Darmstadt; 1998 Galerie L´Escale, Brüssel; 2000 Galerie Claude Van Loock, Brüssel; 2002 Centre Culturel de l`Arsenal, Maubeuge; 2004 Städt. Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen; 2004 Stiftung Museum Schloss Moyland; Städt. Kunstmuseum Singen; Städt. Museum und Galerie Engen; 2008 Galerie Claude van Look, Brüssel; Centre Culturel de Mabeuge (F); 2009 Hessisches Landesmuseum Darmstadt; Städt. Galerie Bad Saulgau; Grafikmuseum Pablo Picasso, Münster
Publikationen: Katalog, 2002, „ Jan Peter Thorbecke, das graphische Werk, 1969-2002; 2003 Supplementband; Katalog „ 46 kleine Bilder“, 2006.

Katalog 2006, Vorwort Brigitte Schoch-Joswig „ In den neuesten Arbeiten Jan Peter Thorbeckes verschwinden die Gegenstände der äußeren Welt zunehmend, der malerische Eigenwert der Bilder wird immer wichtiger. Die kleinformatigen Blätter scheinen Meditationen über das unerschöpfliche Thema Farbe zu sein „Farbe“  - so steht es in einem Wörterbuch der Kunst – sei „eine Gesichtsempfindung, die aus dem Zusammenwirken äußerer (physikalischer und physikalisch-chemischer und psychologischer) Gegebenheiten entsteht.“... Thorbecke wendet die Acrylfarbe in verschiedenen Techniken an. Er beobachtet, wie die starke verdünnte Farbe Pfützen, Rinnsale und Streifen bildet und sich an den Rändern zu Farbflecken verdickt. Er legt lasierend zarte Schichten übereinander oder verwendet die Farbe unverdünnt. Dann reagiert sie wie Ölfarbe, ist pastos, deckend und offenbart bei stärkerem Farbauftrag die Bewegung des Pinsels. Er erprobt, wie sich das Malmittel auf dem saugfähigen Papier oder auf der grundierten Leinwand verhält und er spürt nach, wie sich der Pinsel auf dem glatten oder strukturierten Untergrund bewegen lässt...

Wenn es um den Einsatz der „inneren Gegebenheiten“ der Farbe, um ihre Körperlichkeit und ihren Stimmungswert geht, erweist sich Thorbecke als sensibler Kolorist. Er hat ein intuitives Gespür für Schwere und Leichtigkeit, Wärme und Kühle, Ruhe und Bewegung, Aggressivität und Zartheit der Farbe. Mit kalkulierter Freiheit und Leichtigkeit verteilt er sie auf dem Papier. 

Christoph Bauer: „Thorbecke sucht sinnlich, nicht systematisch. Die Formen entstehen im Vorgang des Tuns ohne von Anfang intendiert, ohne vorgewusst zu sein. Überraschung und Zufall sind ebenso wichtig wie Überdenken und Plan. Wird etwas auf Leinwand oder Papier als Form gesetzt, so antwortet darauf sogleich eine Gegenform. Immer fordertž die erste Setzung die andere, folgende heraus  - das erklärt, warum Thorbeckes Werke,  trotz ihrer Improvisation und Offenheit, in hohem Maße gebaut erscheinen. Dennoch zielt der gestalterische Impuls nicht auf Wiedergabe; bleibt unbenennbar lebendig.“
 
Theater mit Publikum
2009, Acryl/Leinwand, 78 x 89 cm
 
Interieur
2009,Acryl/Leinwand, 80 x 100 cm
 
Landschaft
2009,Acryl/Leinwand, 50 x 85 cm
 
o.T.
2009,Acryl/Leinwand,56 x 75 cm
 
Landschaft bei Grodek
2009,Acryl/Leinwand, 62 x 90 cm
 
o.T.
2009,Acryl/Leinwand,64 x 95 cm
 
o.T.
2009,Acryl/Leinwand,62 x 84 cm
 
Le déjeuner sur l´herbe
2009, Acryl/Leinwand, 77 x 100 cm
 
o.T.
2009,Acryl/Leinwand, 69 x 98 cm
 
Frau in Blau
2009,Acryl/Papier,33 x 35 cm

Reihe "Künstlerpaare": Claudia Steiner und Paolo Patelli

"Gestik und Form"
Dienstag 22. September bis Samstag, 14 November 2009
Führungen durch die Ausstellung mit Apero
am 22.10., 29.10. und 5.11. jeweils um 18 Uhr
Öffnungszeiten: Mittwoch und Donnerstag, 15 - 18.30
und nach Vereinbarung
 
 
Claudia Steiner, Circonferenza
 
 
Claudia Steiner, I-Tronchi
 
 
Claudia Steiner: Troncho
 
 
Claudia Steiner: Occhio-Nike
 
 
Paolo Patelli
 

Willi Siber "leuchtenundstrahlen"

 
Pressemitteilung zur Ausstellung von Willi Siber in der Galerie Grashey
Ausstellungseröffnung: Dienstag, 9. Juni 2009, 19 – 21 Uhr

Führung mit Apéro am Dienstag, den 7. Juli 2009, 18 Uhr

Finissage: Samstag, 18. Juli 2009, 12 – 16 Uhr
Ausstellungstitel: „leuchtenundstrahlen“

Willi Siber, 1949 in Eberhardzell (Biberach/Riß) geboren, studierte von 1970-74 an der Universität Stuttgart Kunstwissenschaft. Es folgte ein Studium der Bildenden Künste an der Akademie Stuttgart von 1970-76, das er als Meisterschüler von Prof. Herbert Baumann abschloss. Seit 1979 unterhält Willi Siber Ateliers in Eberhardzell-Dietenwengen und Reutlingen.

Willi Siber stellt seit beinahe 30 Jahren in zahlreichen deutschen, inzwischen aber auch internationalen Galerien und Museen aus (Österreich, Liechtenstein, Schweiz, Frankreich, Dänemark, Niederlande, Australien). Seine Werke befinden sich in Museen, Galerien und Privatsammlungen.

Die Galerie Grashey stellte Willi Siber zum ersten Mal 1992 aus. Seitdem gab es sechs Einzelausstellungen mit seinen Werken, Beteiligung an verschiedenen Gruppenaus­stellungen und Messebeteiligungen. 

In dieser siebten Einzelausstellung in der Galerie Grashey mit dem Titel „leuchtenund­strahlen“ werden Objekte und Tafeln gezeigt. Das Konzept dieser Ausstellung steht im Gegensatz zur parallel stattfindenden Ausstellung im Kunstverein Konstanz mit dem Schwerpunkt Holzskulpturen. Auf diese Weise lassen sich Vergleiche, Ähnlichkeiten und Gegensätze in Sibers Schaffen anstellen.

Die Bildtafeln Willi Sibers sind in ihrer Erscheinungsform dem gewohnten Bildcharakter von Leinwand und Farbe gegenläufig, geradezu subversiv. Die Erwartungshaltung des Betrachters wird gestört. Es sind verschiedene Ebenen, welche die Bildtafeln gestalten. Holzstücke, noppenartigen Gebilde, wie wir sie von seinen Skulpturen kennen, bilden die Basis für die äußere Erscheinungsform. Diese wird durch farbige Epoxidharze in differenziertem Auftrag und Andruck erreicht und erfährt damit diese geheimnisvoll schimmernde, transparente Oberfläche, ein „leuchtenundstrahlen“. Der Erfindungsreichtum Sibers sprengt die herkömmlichen Bildkonventionen. Darüber hinaus setzt er neue Maßstäbe, was das Medium „Bild“ betrifft. Stalaktitengleich füllt Siber die Bildfläche mit feinen Farbtropfen, die außerdem in verschiedenen Farbtönen erscheinen. Ein wahres Leuchtfeuer von Farbe wird hier ins Dreidimensionale übertragen.

„Diverse Ausdrucksmedien übergreifend und diese häufig miteinander verschmelzend, prägt diese Arbeiten allesamt die Auseinandersetzung mit Ordnungen von Körper und Fläche im Raum, insbesondere aber mit der Offenheit der Kontur, der Durchlässigkeit von Oberflächen bis zum farbtiefen Hindurchscheinen von Malschichten."
(Kat. Willi Siber, augen weiden, 2009, S. 17)
 
   
 



   
 
 
 
Einführung in die Ausstellung
Anke Sprenger, Ravensburg

Wer die Gelegenheit genutzt hat und Willi Sibers Arbeiten im Kunstverein Konstanz mit seinen zum Markenzeichen gewordenen so genannten Gitter- und Noppenobjekten  angeschaut hat – wie auch auf der Einladung zu der heutigen Ausstellung zu sehen – , wird hier in der Ausstellung „leuchtenundstrahlen“ in der Galerie Grashey vielleicht einen ganz anderen Siber entdecken können. Während im Kunstverein vorwiegend Holzarbeiten den Boden bestücken und somit in Dialog mit den Zeichnungen von Hanns Schimansky treten, finden Sie hier, meine sehr verehrten Damen und Herren, ausschließlich Wandobjekte, -tafeln und –installationen, die das Ouevre Willi Sibers aufs Beste ergänzen. Willi Siber ist Maler, Bildhauer und Zeichner und wie er selbst sagt, bildender Künstler weil er unterschiedlichste Formen und Bereiche bedient. Tafelbild, Objekt und Skulptur stehen in seinem Werk gleichberechtigt nebeneinander, beeinflussen sich gegenseitig und finden zu einer eigenwilligen Synthese mit großer Variationskraft. 

Mit geradezu kräftigen, hervorstechenden, dem Ausstellungstitel gemäßen, leuchtenden und strahlenden Farben treten die neuen, gelackten Wandinstallationen dem Betrachter entgegen, und auch im Material seiner Arbeiten ist Willi Siber experimentierfreudig für ihn neue Wege gegangen: Nicht mehr nur das vertraute Holz, sondern auch die Einbindung ganz alltäglicher Materialien wie Pellets, Wasserschläuche, Holzkohle, Pappbecher oder Nägel, die er mit Harzen und Farben zu Bild-Objekten kombiniert, führen Willi Siber zu einer Fülle unerwarteter Formen und Strukturen, deren glatte Oberflächenstruktur bei so manchem Betrachter den heimlichen Wunsch nach einer Berührung wecken. 

Darüber hinaus reizt es ihn immer wieder, Materialien zu verfremden und sie in der Kombination mit unerwartet anderen Werkstoffen in neue Kontexte zu stellen. Es ist beeindruckend, welchen künstlerischen Eingriffen Willi Siber beispielsweise das Holz unterzieht und welche Metamorphosen das bisweilen spröde Material hierbei durchlebt.

Doch präsentiert die Ausstellung „leuchtenundstrahlen“ tatsächlich einen neuen Willi Siber?  In Form und Material ganz ohne Zweifel, zumindest partiell. Bei genauerer Betrachtung jedoch ist sich der 1949 in Eberhardzell im Landkreis Biberach geborene Künstler in einem ganz wesentlichen Aspekt seines bisherigen Oeuvres treu geblieben: Seiner konsequenten Lust am Experiment, die stets die prägende Motivation für Willi Sibers künstlerische Prozesse markierte. 

Diese künstlerische Vielseitigkeit zeigte sich bereits während des Studiums an der Akademie Stuttgart, wo er 1979 als Meisterschüler von Prof. Herbert Baumann in der Fachklasse Bildhauerei mit Schwerpunkt Arbeit in Stein abschloss. Gleichzeitig widmete sich Willi Siber jedoch schon damals der Malerei mit kraftvollen Farben und expressiven Pinselstrichen in großformatigen Gemälden. Nach Station in Reutlingen lebt Willi Siber heute mit seiner Familie in Dietenwengen bei Biberach. In seinen Garten eingebettet liegen seine großzügigen  Ateliers mit Blick in die idyllische oberschwäbische Landschaft, eines davon ist die ehemalige Schreinerwerkstatt seines Vaters. 

Willi Sibers Kunst entfaltet sich in Gegensätzen. Der Eindruck von Schwere und Leichtigkeit, Dichte und Auflösung prägt auch die hochglanzversiegelten Bildobjekte der jüngsten Zeit, die durch den Einsatz von industriellen Harzen die brüchige Stofflichkeit des Naturmaterials Holz konterkarieren und mit Verführungskraft unsere Seherfahrung irritieren. 

Für diesen Aspekt steht in der Ausstellung die bunte, fast in dadaistischer Verspieltheit entstandene Wandinstallation mit Lack überzogener Pellets, die den farbenfroh gestimmten Betrachter beglückt und mit der er unter anderem die Aufmerksamkeit auf der diesjährigen Art Cologne auf sich gezogen hat. Durch mehrere Farbschichten Epoxitharz veredelt Willi Siber mit einem Effekt von Emaille die industriell gefertigten Produkte, deren einzelne Farbverläufe man an den Seiten noch nachvollziehen kann. Obwohl von gleicher Tiefe springen dem Auge die Elemente mit helleren, reinen Farben mehr entgegen als die mit dem dunkleren und unreineren Farbauftrag, so dass insgesamt eine leicht ondulierende Oberfläche der gesamten Installation entsteht. 

Willi Siber sucht nach neuen Möglichkeiten, die Grundlagen sinnlicher Wahrnehmung, das Wechselspiel von Zwei- und Dreidimensionalität, Licht und Schatten, Masse und filigraner Leichtigkeit auszuloten und weiterzuentwickeln. Beispielhaft dafür steht in dieser Ausstellung das in Grautönen gehaltende Tafelobjekt in der von Willi Siber bevorzugten Ovalform, auf der sich vermeintlich zahlreiche tiefe Mulden befinden. Unter ihnen schimmern leichte Linien von Kreisen einer Kohlezeichnung hindurch. Lediglich die auf einer Fläche aufgelegten, von einer stumpfen Säge bearbeiteten  Pappringe, die letztlich mit mehren Schichten grau-transparentem Epoxitharz versehen werden, bewirken diese eindrucksvolle Dreidimensionalität, da Willi Siber die einzelnen Schichten beim Aushärten immer aus der Balance bringt. Der Effekt dieser scheinbar konkaven Formen ist vor allem den dunkleren Ovalen als schattige Mulden geschuldet, die im Grunde lediglich konzentrierte Pigmentansammlungen  sind.

Auch leuchten und strahlen uns in dieser Ausstellung die neuen wahrhaft ästhetischen Nagelbilder Willi Sibers in gelb, rosa oder preußisch blau an. Unterschiedlich tief schlägt Siber die Nägel in den Holzgrund ein und versieht diese in mehreren Schichten mit dem in farbiges Harz getauchten Pinsel. Ganz monochrom sind die Farbflächen nicht, beim längeren Hinsehen wird man sich unterschiedlicher Farbabstufungen bewusst. Beim letzten Arbeitsschritt entstehen die Farbnasen, die ähnlich wie die Holznoppen – wie Willi Siber sagt - als „Raumfühler“ aus der Fläche herausbrechen und in den Raum greifen. Diese zunächst abweisenden Nägel überziehen in ihrer Gesamtheit den Holzgrund mit einer zweiten Haut, die ihre ganz eigene Dynamik durch das Licht- und Schattenspiel je nach Lichteinfall und Standort des Betrachters entwickelt.  

Eine imaginäre, ja meditative Wirkung erzielen die Tafelbilder Sibers, die sie dem Werkstoff Harz schulden. Sie sind keine konventionell gemalten Bilder, sondern ein malerisch-optisches Verwirrspiel aus konvexen und konkaven Formen. Zunächst mag man in den Wandtafeln  gerundeteVertiefungen erkennen, die nach längerem Betrachten ihre Form verändern und Plastizität gewinnen und vielleicht an großvolumige glänzende Kieselsteine oder dicht stehende Pilzköpfe aus der Vogelperspektive erinnern und beim längeren Betrachten eine ungemeine Tiefe entwickeln. Willi Sibers Vorgehensweise ist dabei immer ein Faszinosum, wie er auf mehreren Millimetern dicken Cuts mit dem Pinsel in mehreren Arbeitsgängen pigmentiertes Harz aufträgt und es in unterschiedlichen Liegepositionen aushärten lässt, so dass sich unterschiedlich dicht pigmentierte Farbfelder ergeben. Was aber zählt, ist allein die künstlerische Idee und der Effekt. 

Die Ausstellung intendiert freilich auch, zumindest in Auswahl weitere  Facetten im künstlerischen Oeuvre Willi Sibers zu streifen wie etwa den Aspekt Kunst am Bau, für den Willi Siber mittlerweile ebenfalls ein gefragter Künstler ist und allein im vergangenen Jahr drei Wettbewerbe gewonnen hat. Bekannt ist Ihnen sicherlich die Glasfassadengestaltung der Bodenseetherme hier in Konstanz, mit der Willi Siber vor zwei Jahren seine Spuren mit der Kunst am Bau gelegt hat.

Sind Willi Sibers Arbeiten noch Malerei, weil konventionell mit dem Pinsel aufgetragen, oder noch Bildhauerei? Eine rein kunstkritische Perspektive und – Kritik müsste bei der genauen Ein- und Zuordnung seiner Arbeiten wohl versagen. Willi Sibers Arbeiten möchten gerade der genauen Einordnung entkommen, weil erst dort, wo die Begriffe nicht mehr greifen, das Sehen beginnt. Und so beginnt der Betrachter, sich in seine Arbeiten hineinzusehen und sich zu fragen, woher sie neben ihrer doppelgesichtigen Schönheit ihre Aura nehmen. Willi Sibers Kunst erschließt sich nicht auf einen ersten schnellen Blick, sondern erfordert vom Betrachter eine gewisse Konzentration und Zuwendung, bevor sich ihre künstlerische Vielschichtigkeit erklärt. Die Faszination seiner Arbeiten liegt zum einen in der unter der glatten, ansprechenden Oberfläche liegenden Tiefe und zum anderen auch in dem „Komm mir nicht zu nahe“ der „Raumfühler“, mit denen man sich einer neuen ästhetischen Wirklichkeit und zuweilen ganz neuen Seherfahrungen aussetzt. 

Nun wünsche ich Ihnen, meine sehr verehrten Damen und Herren, dass Sie sich mit der entsprechenden Muße auf Willi Sibers  Arbeiten einlassen können, um sich dann kaum mehr der suggestiven Kraft seiner Werke entziehen zu können – hoffentlich!  Vielen Dank!

Arvid Boecker "wundern", 5.- 30. Mai 2009

Arvid Boecker, 1964 in Wuppertal geboren, studierte 1984-86 Chemie an der FU Berlin und in Wuppertal, dann von 1987-89 Kunstgeschichte an der Universität Trier. 1989-94 folgte ein Studium der Bildenden Künste in Saarbrücken.
1990 erhielt er den Förderpreis der Saar Ferngas. 1994 den Förderpreis der Stadt Groß-Gerau und den 2. Kunstpreis der Stadt Landau. 1994-96 verbrachte Boecker jeweils ein Jahr in London und in den Niederlanden. 2005 arbeitete Boecker in Kilmuir, Ilsle of Skye in Großbritannien und 2006 in La Ciotat, Frankreich.
Galerien in Hannover, München, Warschau, New York und Wien zeigten seine Werke.
Außerdem gab es Ausstellungsbeteiligungen im Saarländischen Museum, Saarbrücken, im Van-der-Heydt-Museum, Wuppertal, ebenso in der Städtischen Galerie, Stuttgart, im Forum Kunst, Rottweil, im Kunstverein Trier und Kunstverein Schloß Plön u.a.
2004/2005 fand Boeckers Einzelausstellung im Kunstverein Heidelberg großen Anklang. 2006 folgte eine Ausstellung im Museum Schloß Fellenberg. Seine Werke befinden sich in Privatsammlungen und öffentlichen Museen.

Diese Ausstellung mit Werken Arvid Boeckers ist die dritte Einzelausstellung in der Galerie Grashey und trägt den Titel „wundern“.
 
 
Arvid Boeckers Malerei ist von Farbe und Rhythmus bestimmt. Ausgangspunkt sind mehrere Standardformate, Quer- und Hochformate, die auch zu größeren Bildgruppen zusammengefügt werden können. Die Farbfelder sind so angelegt, daß sie die Fläche in einen Rhythmus bringen. So werden zum Beispiel hellere vertikale Felder von dunkleren Feldern begleitet. Die Farbkombinationen in den Feldern variieren. Die Farbskala wechselt von dunklen, schweren hin zu lichtdurchfluteten, hell leuchtenden Tönen. Es ist ein ausgewogenes Spiel von Farbkontrasten und Farbharmonien. Das Schema der Bildaufteilung ist einem Schema untergeordnet, mit Pinsel und Rakel werden die Grenzen der Farbfelder festgelegt, manchmal aber auch verwischt. Indem Boecker die Farbfelder malerisch aufbricht, gelingen ihm Nuancen von Farben, die nur die Ölmalerei ermöglicht. Sie ist auch der Grund, warum Boecker in Serien arbeitet. Jede aufgetragene Farbschicht muß erst einmal trocknen, bevor die nächste Lasur erfolgt. Arvid Boecker hat inzwischen ein reiches malerisches Spektrum entwickelt. Es ist offensichtlich, daß die Naturerfahrungen auf seinen Reisen Einfluß auf die Farbgebungen in seinen Bildern haben. „Boeckers Bilder leben von der Spannung zwischen der großen, rationalen, geometrisch ausgerichteten Form und der lebendigen Vielfalt emotionaler, expressiver Mikro- und Binnenstrukturen, die unmittelbar auf den Arbeitsprozeß verweisen und dessen Ergebnis als Produkt individuellen Agierens ausweisen.“ (Hans Gercke, Kat. Studio La Ciotat, S.11)
 
Dienstag, 19. Mai 2009, 18 Uhr Führung und Apéro
 
   
   
Alle Bilder o.T., Öl auf Leinwand, 70 x 80 cm, 2009

Barbara Ehrmann 24. März bis 25. April 2009

Einladung zur Ausstellungseröffnung
Barbara Ehrmann

„Schattenlicht“
Bildobjekte in Wachs und Zeichnungen

Dienstag, 24. März 2009, 19 – 21 Uhr
Dauer der Ausstellung: 24.03. – 25.04.2009

Führungen durch die Ausstellung 7.04. und 21.04. jeweils ab 18 Uhr mit Apéro

Finissage am Samstag, 25. April 2009
 
     
 
     

art Karlsruhe 2009, Galerie Grashey

one artist show Ulrike Hogrebe bei Grashey
   
   
 
one artist show Christofer Kochs bei Grashey
   
   
   

Vera Rothamel


Einladung zur Eröffnung der Ausstellung
„Im Paradies“

Malerei und Lithografien
Samstag,     24. Januar, 19 – 21 Uhr
Sonntag,      25. Januar, 15 – 18 Uhr
Dauer der Ausstellung:
25.01. - 14.03.2009
 
Die Ausstellung mit dem Titel "Im Paradies" zeigt neue Bilder der Künstlerin Vera Rothamel. Neu in ihren jüngsten Arbeiten ist die Hinwendung zu Naturmotiven.
Ein farbiges Paradies präsentiert sich, ein Dickicht an Pflanzen und Blüten, das die Leinwand geradezu überwuchern zu scheint und den Betrachter bei diesen malerischen, schier undurchdringlichen Formen herausfordert. Das Auge will Ordnung schaffen. Doch vermeintlich Ungeordnetes und Spontanes unterliegt einer von der Künstlerin geplanten Anordnung. Die Spannund in den Bildern wird durch das Vor- und Zurückspringen der Formen erzeugt, glitterartige Gebilde werden von Pflanzen überwachsen, und trotz der Dichte entsteht Räumlichkeit.
Die Farben, kräftiges Grün, Violett und Blau, verstärken diesen Eindruck.
 
       
 
 
Der ander Teil der Ausstellung zeigt Teile eines Lithografienprojekts im digitalen Zeitalter. Permutationen und Kombinationen - Kunst und Wissenschaft. "Die zentrale künstlerische Entscheidung der Lithografiearbeit besteht in ihrer ästhetisch bestimmten und durch die klassische Farbenlehre inspirierte Wahl von vier Farben für alle der im vorhergehenden Verfahren getrenntenAuszüge und in dem nicht ästhetisch, sondern rein mathematisch bestimmten Willen zur konsequenten Permutation dieser vier gewählten Farben (Blau, Magenta, Türkis,Gelb) mit den vier durch die Datenstrukturen belichteten lithografischen Druckmedien."  (Josef Estermann)
 
 Biografie                 
1957
1979 - 80
1981 - 85


1982 – 1986
1985
1981 – 1995
seit 1995


1986 

1987
1988
1991


1992







1993




1994



1995



1996 
1997


1998
1999





2000


2001


2002







2003




2004




2005






2006







2007 



2008




2009











geboren 
Schule für Gestaltung Luzern, Vorkurs             
Studium Visuelle Kommunikation
Fachklasse Experimentelle Grafik bei Prof. Helmut Lortz an der Hochschule der Künste Berlin
Studium Maltechnik bei Prof. Miroslav Hurda
Abschluss als Meisterschülerin
Wohnsitz in Berlin
Wohnsitz in Zürich

Ausstellungen
Haus am Lützowplatz, Obere Galerie, Berlin „Ateliers“, Katalog
Kunstszene Innerschweiz, Luzern
Künstlerförderung des Landes Berlin 
Arbeitsstipendium im Künstlerhaus Boswil, Ausstellung
Galerie Meile, Luzern
Berlin Consult, Förderung Junger Kunst, EA
„Überschlag“, Acht Schweizer Künstler in Berlin Prenzlauer Berg,
Ausstellungs-  und Austauschprojekt der Pro Helvetia,  Katalog
Arbeitsstipendium der Künstlerinnenförderung des Landes Berlin
Katalogprojekt „Goldrausch-Archiv“, 20 Berliner Künstlerinnen
Galerie Nord, Kunstamt Tiergarten, Berli
Galerie Marianne Grob, Luzern, EA
Galerie Marianne Grob, Berlin, EA
Kunstmuseum Luzern, Jahresausstellung, LNN - Förderpreis
„Orangerie der Bilder“, Ausstellungsprojekt im Körnerpark, Berlin, zusammen mit Silke Godor und Susann Schaer
Galerie Gersag Emmen, EA
Henning Chemie Berlin, Künstlerförderung, EA
Galerie für Gegenwartskunst Flims, EA
Kunstmuseum Luzern, Jahresausstellung
Zürcher Kunstszene, Helmhaus Zürich
„Zwischennutzung“, Rentsch-Haus, Olten
100 Femmes d´ici et d´ailleurs, Tôit du monde, Vevey
Galerie Benzeholz, Meggen, EA
Cité Internationale des Arts Paris, Atelierstipendium
„Schwarzweiss V“, Galerie Marianne Grob, Berlin
„Malerei“, Galerie Gersag, Emmen, E
„Einblick ins Bildinnere“, Städtischer Ausstellungsraum
Kornschütte, Luzern, EA
„Horizont und Hindernis“, Kunstsalon Wolfsberg, Züri
„at the turn of the century”, Galerie Kai Hilgemann, Berlin
Verein für Originalgrafik, Zürich
Galerie Marianne Grob, Berlin, Hefte zu Malerei
25 Jahre neue Augenklinik, Kantonsspital Luzern
Kunstsalon Wolfsberg, Zürich, EA
„Farblandschaften“, Galerie Marianne Grob, Berlin, EA
„Gorilla Call“, Kunstpanorama Luzern
„Leuchtkasten“, Installation im „Gästezimmer“, Wolhusen, EA
„Durchsicht“, Galerie Hofmatt, Sarnen, EA
„Vorwiegend Grün und Blau“, Kunstsalon Wolfsberg, Zürich
Galerie Graf & Schelble, Basel, E
Verein für Originalgrafik, Zürich
«Angekauft durch den Kanton», Kunstpanorama Luzern
“Alles nur Farbe” Kunstverein Friedrichshafen, EA
“10 Jahre Galerie Marianne Grob”, Berlin
Kunstsalon Wolfsberg, Zürich
“Fil Rouge”, Galerie René Steiner, Erlach
„Grafikmarkt“ Kunstverein Friedrichshafen
“Farbnetze”, Galerie Kriens, EA
“Originalgrafik - Schwerpunkt digitale Verfahren”, Verein für Originalgrafik im Gewerbemuseum Winterthur
“25 Jahre Ermitage”, “Schaufenster”, Beckenried
“all over”, Galerie Marianne Grob, Berlin, EA
Galerie Grashey, Konstanz, EA
Bilder und Installationen, Sust Stansstad, EA
unter 1000, Galerie Hofmatt Sarnen
“Criss Cross”, Pentimenti Gallery, Philadelpia
“Fahnenflucht”, Turbine Giswil
“Zu Besuch in Bonn”, Galerie Schneider, Bonn
Galerie Esther Hufschmid, Zürich, EA
“Ein Stück Natur“, Galerie Esther Hufschmid, Zürich
„Doppelalbum“, Galerie Marianne Grob, Berlin
„Farbcafé“, Intervention im Stadtcafé Sursee, EA
„Stilles Leben“, Sammlung der Gemeinde Emmen, Galerie Gersag, Emmen
„Bonjour Madame Bruneau“, Atelier Cité des Arts Paris 1986-2006, 
Ausstellung im Kunstpanorama, Luzern
Graf & Schelble Basel, EA
Kantonalbank Luzern, zusammen mit Barbara Jäggi
Spital Zollikerberg, Zürich Zollikerberg, EA
“Kür”,Kantonale Kunst Käufe Obwalden, Museum Bruder Klaus Sachseln
“Und”,zusammen mit Cécile Wick, Steindruckwerkstatt Thomi Wolfensberger
„Seitenwege“ Kleine Kunstgeschichte der Schweizer Malerei 1900 – 2008, Kunsthalle Palazzo Liestal

"Im Paradies" Galerie Grashey, Konstanz


  Ankäufe:
Land Berlin, Kanton Zürich, Kanton Luzern, Credit Suisse Zürich und Luzern,
Bank Vontobel Zürich, Bank von Ernst Zürich (Sammlung Cantrade),
Bank Julius Bär, UBS Stuttgart und Zürich, Raiffeisenbank Dornach,
Kantonalbank Luzern, Bank Schroeders Zürich, Agfa Gevaert Düsseldorf,
Prager Dreifuss Zürich,  
 
  Arbeiten im öffentlichen Raum:
Kantonsspital Luzern Augenklinik,
Spital Aarau,
Andreasklinik Cham
St. Franziskus Kirche Zürich Wollishofen, Andachtsraum
 
  Druckgrafik in Zusammenarbeit mit:
Verein für Originalgrafik, Zürich 
Verlag Wolfsberg, Zürich
Verlag Martin Wallimann, Alpnach
 
  Publikationen:
“Ateliers”, Haus am Lützowplatz Berlin, 1986
“Vera Rothamel - Vier Bilder”, Goldrausch Künstlerinnenprojekt Berlin, 1992
“Überschlag”, 8 Schweizer Künstler in Berlin Prenzlauer Berg, Pro Helvetia, 1992
“Vera Rothamel - Bilder”, Galerie Marianne Grob, 1994
“Zwischennutzung”, Rentsch Haus Olten, 1996
“Kunst bei Hennig”, 19988 - 1998, Gebrüder Mann Verlag Berlin, 1998
“Vera Rothamel”, Hefte zu Malerei, Galerie Marianne Grob, 2001
“Die Sammlung” Cantrade Privatbank AG Zürich, 2002
“Vera Rothamel - Ein Farbspaziergang”, Edition Howeg, 2002
“10 Jahre Galerie Marianne Grob”, Hefte zu Malerei, 2003
„Permutationen und Kombinationen – Kunst und Wissenschaft“, Vera Rothamel und Josef Estermann, Orlux Verlag für Wissenschaft und Kunst, 2008
 

Neustart

Pressemitteilung zur Wiedereröffnung der Galerie

 
Freitag, 24.10.2008,19-21 Uhr
Neustart mit Christofer Kochs, Skulpturen, Bilder, Zeichnungen
Dauer der Ausstellung: bis 10.01.2009

 
Christofer Kochs, geb. 1969 in Osnabrück, lebt und arbeitet in Augsburg.
1992-1996 studierte Kochs an der Akademie der Bildenden Künste in München.
1996 Meisterschüler bei Prof. Berger, studentische Assistenz in der Lithografiewerkstatt der Akademie in München bei Prof. Karl Imhof
2000-2003 Lehrauftrag für Lithografie an der Fachhochschule Augsburg
2007 Lehraufträge an der Universität Dortmund und and der Alanus Hochschule Bonn
Inzwischen erhielt Kochs mehrere Preise, zu erwähnen sind der Lucas-Cranach-Förder­preis der Stadt Kronach, der Kunstförderpreis der Stadt Augsburg (beide 1995), der Magnus-Remy-Preis, Irsee (1999). Einige Stipendien förderten seine künstlerische Arbeit, so das Erasmus Stipendium und das Atelierstipendium des Bayrischen Ministeriums für Forschung, Wissenschaft und Kultur.
Der Bildhauer, Maler und Zeichner Christofer Kochs kann schon jetzt mit knapp 40 Jahren auf eine illustre Ausstellungstätigkeit zurückblicken. Nur einige seien erwähnt: Atelier-Galerie Oberländer, Augsburg; Galerie Beck und Spiess, Berlin; Galerie Epikur, Wuppertal; Galerie Harthan, Stuttgart; Galerie Hrobsky, Wien; Galerie Art Felchlin, Zürich; Galerie BMB, Amsterdam;  Conny Dietzschold Gallery, Sydney.
 
Kochs Werke waren zum ersten Mal 1999 in der Galerie Grashey zu sehen, dann 2000 und 2002, 2004. Außerdem präsentierte Grashey seine Werke auf der Art Frankfurt und der Kunst Zürich. Sein Werk ist in verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.

NEUSTART lautet der Titel der Ausstellung und das bezieht sich sowohl auf die Galerie als auch auf das Werk des Künstlers Christofer Kochs.

Kochs Figuren treten aus dem Bildraum in den realen Raum als Skulpturen und setzen seine Bilder und Zeichnungen in ein anderes Verhältnis. Kennzeichnend für Kochs Skulpturen ist die offene Struktur. Die Körper sind in ihrer fragmentarischen Formgebung, teilweise reduziert auf ein Liniengerüst aus farbig gefasstem Holz. Sie wirken archaisch, auf ihr Wesen fokussiert, in ihrer fragmentarischen Formgebung bewahren sie ein Geheimnis. Die Nähe zu der Linienführung der Zeichnungen wird erkennbar. Die subtile, farbige Behandlung verfremdet die menschliche Figur, gleichzeitig wird die Nähe zur Malerei offenkundig. Die verschiedenen künstlerischen Medien ergänzen einander, beeinflussen sich gegenseitig. Linie, Fläche, Raum sind die Elemente, mit denen Kochs experimentiert und spielt. Der Papiergrund in seiner Beschaffenheit prägt die Komposition der Zeichnung. So sind Mustervorlagen aus der Textilindustrie aus gefaltetem Papier Anreize für Kochs, die Bildfläche aufzubrechen aber auch die Linien im Papier in den Figuren einfließen zu lassen. Noch deutlicher wird dies in seinen Bildern, es sind Holzreliefs: auf die unregelmäßige Bildfläche wird zeichnend gemalt. „Das ‚zeichnend malen’ hat sowohl für den Künstler als auch für den Betrachter seinen Reiz – die Frische und Spontaneität des „Entwurfs“ gehen nicht so leicht verloren“ (Christoph Becker, Kat. Archiv der Zeit, 2000).  Das Wechselspiel von Fläche und Räumlichkeit in diesen großformatigen Bildern, die Farbigkeit des Bildgrundes und die farbigen, mit feinen Linien hingesetzten Figuren sind wesentliche Elemente der sich überlagernden optischen Ebenen.


Ede Mayer


Julia Lohmann "Rhizome und Emergenzen"

Pressemitteilung zur Ausstellung von Julia Lohmann „Rhizome und Emergenzen“
Eröffnung am Dienstag, 30. Oktober 2007, 19 – 21 Uhr
Finissage am Samstag, 1. Dezember 2007, 12 – 16 Uhr

Julia Lohmann wurde 1951 in Dorsten geboren. Sie lebt in Düsseldorf und Berlin.

1971-1978 studierte Julia Lohmann an der Staatlichen Kunstakademie bei Prof. Joseph Beuys und Prof. Erwin Heerich

1984 war Julia Lohmann Mitbegründerin des Paul Pozozza Museums; 1988-89 hatte Lohmann einen Lehrauftrag an der Kunstakademie Düsseldorf, 1989-1993 war sie mehrmals mit Workshops in Los Angeles, USA; seit 1996 ist sie Gastprofessorin an der Akademie der Schönen Künste, College of Contemporary Arts Tianjin, PR China.

Sie erhielt den Förderpreis der Stadt Düsseldorf 1984, ein Stipendium der Stiftung Skulpturenpark Seestern, Düsseldorf; 1989 den Förderpreis zum Rubenspreis der Stadt Siegen;

2005 war sie Artist in Residence, am Centre d`Art Marnay sur Seine, Frankreich.

Zudem erhielt Julia Lohmann verschiedene Aufträge im öffentlichen Raum, unter anderem: 1989 U- Bahn Station Heinrich Heine Allee Düsseldort; 1999/2000 Deutscher Werkbund Bonn.

 

Die Einzel- und Gruppenausstellungen sind so zahlreich, dass nur einige hier genannt werden:

1982-1991 Galerie Schmela, Düsseldorf; 1984 Förderprogramm Art Cologne; 1987 Staatliche Museen Neue Galerie Kassel; 1992 Mandeville Gallery UC San Diego, USA; 1993-95 FlügelSchlag und FunkenFlug, Heidelberger Kunstverein/Städt. Galerie Würzburg/Städt. Museum Mülheim Ruhr; 1994/98/2001 Galerie Grashey, Konstanz; 1999, Abacus, BMContemporary Art Center Istanbul, Sammlung des Landes NRW Aachen-Kornelimünster;  2002 Museum am Ostwall Dortmund; 2005 Emergence, Camac, Marnay-sur-Seine, Frankreich;

2006 „Crossroads“ Kunsthalle Taijn; 2007 Julia Lohmann und Marcel Hardung, Stadtmuseum Hattingen; 2007 Europäisches Gartenkunstmuseum, Stiftung Schloß Benrath, Düsseldorf.

Die 4. Einzelausstellung in der Galerie Grashey trägt den Titel „Rhizome und Emergenzen“. In  der Pharmazie und im allgemein gärtnerischen Gebrauch wird das Rhizom etwas irreführend „Wurzelstock“ genannt. Es ist aber nicht mit einem Wurzelsystem zu verwechseln. Das Rhizom ist ein Organ mit kurzen Verdickungen (Buschwindröschen, Maiglöckchen, Spargel, Ingwer).

Emergenzen sind vielzellige Auswüchse, an deren Entstehung auch unter der Epidermis liegende Gewebe beteiligt sind.  Emergenz ist die spontane Herausbildung von Phänomenen oder Strukturen auf der Makroebene eines Systems auf der Grundlage des Zusammenspiels seiner Elemente. Ausgangspunkt ihrer Beschäftigung mit Rhizomen und Emergenzen waren die Wachstumsformen eines Paul Klee im Vorkursunterricht des Bauhauses. Bei einem Arbeitsaufenthalt in Marnay sur Seine (Champagne) konstruiert Julia Lohmann „ein System aus transparenten Schläuchen, das vielfältig vernetzt ist, leitet gefärbtes Wasser aus der Seine hinein, vermischt es mit gefärbtem Öl und pumpt es schließlich gefiltert wieder in den Fluß zurück. Die farbige Flüssigkeit bahnt sich einen völlig unvorhersehbaren Weg durch die diversen Verzweigungen, Haupt- und Nebenschläuche, und dabei entsteht ein rhizomatisches Gebilde aus irregulären, unbeständigen und unkontrollierbaren Bewegungen. Tatsächlich setzt sich die Künstlerin in diesem Werk mit den Erkenntnissen der Chaostheorie auseinander. Sie führt vor Augen, dass natürliche Vorgänge unter bestimmten Bedingungen einen Verlauf nehmen, der nicht berechenbar und nicht nachvollziehbar ist.“ (M.L. Syring)  Ähnliches gilt für die Arbeiten im großen Raum der Galerie. Vernetzungen, Verzweigungen, also rhizomische Gebilde und spontan herausgebildete Emergenzen werden mit chinesischer Tusche und Ölfarbe auf Papier gezeichnet, dann auf Schleiernessel gebracht und das in einer Weise, dass durch bewusst gesetzte Lücken Transparenz entsteht. Selbst der Keilrahmen wird Teil dieser feinen Schichtungen.  Diese Kunstwerke sind eine bildliche Weiterführung der Installation von Marnay sur Seine. Ähnliches gilt für die farbigen Bilder auf Aluminium.  Sie geben Naturphänomene wieder und die Titel verraten dies: gefrorener Wind (Emergenzen), Schnee, Seine, grün, Seine, rot. Im kleinen Raum werden diese bewegten Naturformen des Flusses Seine und seine Veränderungen in der Jahreszeit Frühjahr in Öl auf Aluminium in freier Form bildnerisch festgehalten.

„Julia Lohmann entwickelt ein Modell für den künstlerischen Schaffensprozess, den sie dahingehend definiert, dass sich in ihm Geplantes mit dem Unvorhergesehenen verbindet. Er lässt ein Bild der Ordnung, Harmonie und Schönheit zu, wenn er auch aus der Unordnung und dem Unüberschaubaren erwächst... Was aus solch einer paradoxalen Logik entsteht, das Kunstwerk, kann gleichermaßen als Beispiel für die Komplexität der Natur, als auch für die Offenheit der Gesellschaft und ihres Kunstbegriffs genommen werden.“ (M.L. Syring)

Vernissage zur Kunstnacht 2007: Lynn Umlauf und Michael Goldberg

Mit einer echten Gala startete die Ausstellung der New Yoker Künstler Lynn Umlauf und Michael Goldberg. Etwa 500 Besucher gaben sich die Ehre in der Galerie. Die Künstler waren begeistert vom Konstanzer Publikum. Die hätten sich ja wirklich die Kunst angeschaut, meinten sie und nicht mit dem Rücken zur Kunst sich nur mit Freunden unterhalten. Obwohl natürlich auch das ein ganz klein wenig zu einer Vernissage gehört...
Wir bringen eine Reihe von Bildern zur Illustration.
Aufgenommen vor der Eröffnung: Michael Goldberg, Lynn Umlauf, Ursula Grashey
Weitere Kunst bei Lynn Umlauf und Michael Goldberg
Typische Kunstnachtbilder
Mitternacht, die Galerie fast leer und ein Bananenduell

Markus Brenner und Willi Siber

Markus Brenner und Willi Siber, die beiden für Licht und Kunst Verantwortlichen der neuen Therme, stellen parallel zur Eröffnung der Bodenseetherme in der Galerie Grashey ihre neue Arbeiten vor.
 
Willi Siber, Bodenskulptur
 
 
Markus Brenner.
Videostill
La bella luna
 
 
Willi Siber, Wandskulptur
 
 
Markus Brenner,
Polaroid

Hans Thomann

 
Hans Thomann,  geboren 1957 in Uzwil, Kanton, St. Gallen, Schweiz, ist in Konstanz kein Unbekannter, vor allem seit er 1990 den Konstanzer Kunstpreis erhielt. Mehrere Auszeichnungen erhielt Hans Thomann in den letzten Jahren, etliche Anerkennungs- und Förderpreise, u.a. den Förderpreis der Stadt St. Gallen.
Hans Thomann kann auf eine umfangreiche Ausstellungstätigkeit zurückblicken. Seine Werke wurden in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Belgien, Holland, USA, Japan und Südkorea gezeigt.
Gleichzeitig verfügt er über eine reiche Erfahrung im Kunst am Bau. Zahlreiche Aufträge in der Schweiz, Deutschland und Italien ergänzen das freie künstlerische Schaffen Hans Thomannns.
Werke Thomanns finden sich im öffentlichen Raum in der Schweiz, Österreich, Frankreich und Deutschland.


(o.T., 2005, Edelstahl, verschweisst, 76 cm hoch)
 
 

(Rot, Grün, Weiss, 2006, Häkeldecken, Epoxydharz, 78 cm hoch)
 
 
„Die Triebfeder im Werk von Hans Thomann ist die Auseinandersetzung mit dem Menschsein in seiner existentiellen Spanne zwischen Geburt und Tod, seiner Dimension zwischen Diesseits und Jenseits. Nicht als verklärte Weisheit oder schwärmerischer Ausdruck ungestillter Sehnsucht, sondern als Kampf um die Vermittlung der Präsenz des Dort im Hier, der Kraft des Geistigen in der Dominanz des Greifbaren und Materiellen.“ (Anneliese Zwez, Katalog Prismahalle Arbon).













(o.T., 2007, Glasfaser, Epoxydharz, 180 cm hoch)
 
 
(o.T., 2007, Mischtechnik/Acryl, 75 cm lang)







Skulpturen, Objekte und Bilder werden in der fünften Ausstellung von Hans Thomann in der Galerie Grashey gezeigt. Vorgefundene „Modelle“ der menschlichen Figur (Schaufensterpuppen, Dummys, Modelle für die Medizin) dienen Thomann dazu, Skulpturen und Objekte herzustellen. Hochwertige Designerstoffe werden ebenso verarbeitet wie vordergründig Biederes, zum Beispiel gehäkelte Decken aus der Brockenstube. Dabei nehmen die in Epoxydharz getränkten Textilien die Form von skulpturalen „Modellen“ an. Ähnlich einem  Röntgenbild sind die Skulpturen transparent, geben Einblick und Durchblick. In den Skulpturen und Objekten werden die Welten des vorherrschenden Zeitgeistes, der Moderne, des Fortschritts und des Traditionellen miteinander verschmolzen. Beim Betrachter lösen sie Irritationen aus.
 
 
In der Malerei Hans Thomanns bilden die Skulpturen und Objekte die Vorlagen. Es entstehen dichte Netzwerke aus Figuren und Ornamenten, deren Ebenen überlagern sich und entziehen sich so immer wieder dem Blick. Der Betrachter muss sich entscheiden, welchen Bildinhalt, welche Bildebene er fixieren oder von welchem Bildelement er sich leiten lassen will.


















(o.T., 2006, Edelstahl, verschweisst, 180 cm hoch)
 


(o.T., 2007, Mischtechnik / Acryl, 30 x 30 cm)
 
 
 

Irene Schlösser

Pressemitteilung zur Ausstellung von Irene Schlösser
Ausstellungseröffnung Dienstag, 6. Februar 2007, 19 – 21 Uhr
Finissage mit Bernd Konrad, Saxophon, Samstag, 3. März 2007, 12 – 16 Uhr
Fasnacht bleibt die Galerie geschlossen (15.2.-20.2.2007)

IreneSchlösser, 1922 in Neuss geboren, studierte 1946-49 an der Werkkunstschule in Köln Wandmalerei bei Prof. Gerster. 1953-56 lebte sie Allensbach, von 1961-69 in Berlin, seit 1969 wieder in Allensbach. Ausstellungen in Kopenhagen, Aix-en-Provence, Berlin, Düsseldorf, Konstanz und anderen Städten dokumentierten ihr künstlerisches Werk.
 
 
Waren Irene Schlössers Bilder in den letzten Ausstellungen in der Galerie Grashey (1995 und 2000) durchgehend abstrakt, so mögen die Ausstellungsbesucher überrascht sein, wie nun figurative Elemente ihre Bildwelt  zum großen Teil bestimmen. Die dargestellten Personen erscheinen schemenhaft vor differenzierten, changierenden Farbgründen. Der farbige Kontur abstrahiert die menschliche Figur und  deutet sie mit ihrem linienartigen, der Zeichnung verpflichtetem, lockeren Farbauftrag an. Die Wahl der Acrylfarben für die einzelnen Personen ist nicht willkürlich gesetzt, sie bringen Emotionen zum Ausdruck, erwecken die Szenerie zum Leben, ja enthalten sogar Erzählerisches und fordern so den Betrachter zum freien Assoziieren auf.